Militanter Tierschutz im Verfassungsschutzbericht (VGT)

Von 11-11:30 Uhr auf Radio Orange 94,0 mit dem Thema militanter Tierschutz im Verfassungsschutzbericht.

Folge downloaden (rechte Maus -> Ziel speichern unter) http://www.tierrechtsradios.at/audio/tierrechtsradio-2010-05-14-278a-tierschutzprozess.mp3

Tierrechtsnachrichten von 7. – 13. Mai 2010

Kleider Bauer Demos
Am 7. und 8. Mai wurde in Wien Mariahilferstraße und Innsbruck
Museumstraße vor Kleider Bauer gegen Pelz demonstriert. Am 8. Mai gab es
zusätzlich Demos vor Kleider Bauer in Wr. Neustadt Wienerstraße und Linz
Landstraße.

Tierrechtsdemos
Am 7. Mai gab es einen Protest gegen die Repression am Schwedenplatz in
Wien.
Am 8. Mai wurde am Wiener Stefansplatz für Tierrechte demonstriert.
Am selben Tag gab es einen Protest vor dem Hühnerschlachthof der Firma
Huber’s Landhendln bei Mattighofen im Innviertel in OÖ.
Am 12. Mai gab es am Stefansplatz in Wien eine Informationskundgebung
zur Schweinehaltung.

Tierschutzprozess Update
Mittlerweile gab es insgesamt 24 Prozesstage im Verfahren gegen 13
TierschützerInnen wegen Bildung einer kriminellen Organisation.
Wesentlichstes Thema waren in der letzten Woche die Kundgebungen vor
pelzführenden Geschäften. Das Gericht wollte ergründen, ob sich
PassantInnen und Angestellte der Geschäfte belästigt gefühlt hätten und
ob es zu Umsatzeinbußen gekommen sei. Einer der Angeklagten hatte
beantragt, keine Fragen zu legalen Demonstrationen zuzulassen, weil
diese grundsätzlich nicht strafrechtlich relevant sein könnten, egal ob
sich jemand belästigt gefühlt oder ob es Umsatzeinbußen gegeben habe.
Wiederum kam ans Tageslicht, dass die Polizei systematisch entlastende
Beweise unterdrückt und der Verteidigung nicht zugänglich gemacht hatte.
Eine Presseaussendung des Innenministeriums vom September 2008, nach der
62 Strafteten den Beschuldigten zugeordnet werden müssten, stellte sich
nicht nur als inhaltlich falsch heraus. Die zuständigen SOKO-BeamtInnen
hatten zeitgleich das Gegenteil herausgefunden: keine Straftat konnte
irgendwem zugeordnet werden.

Hasen und Wachteln freigelassen
In Eisenerz in der Steiermark befreiten Jugendliche Hasen und Wachteln,
um sie vor der Schlachtbank zu retten. Die zwei 15 und 17 jährigen
Burschen wurden aber von der Polizei ausgeforscht und wegen Einbruchs
und Tierquälerei angezeigt.

Meere fast leergefischt
Die Überfischung der Meere hat dazu geführt, dass es heute 17 Mal mehr
Aufwand an Energie und Ressourcen braucht, um einen Fisch zu fangen, als
am Ende des 19. Jahrhunderts. Das berichten ForscherInnen der
Universität York und der Marine Conservation Society im Online-Journal
“Nature Communications”. Der Zustand der Fischerei sei schlimmer als
sogar die pessimistischsten Schätzungen bisher angenommen haben, so
Studienautor Callum Roberts.

Tierschutzinitiativen im Petitionsausschuss des Parlaments
Mitte April wurden zwei Tierschutzinitiativen im Petitionsausschuss des
Parlaments behandelt. Eine Initiative zu Tiertarnsporten von Grazer
MaturantInnen wurde von allen Parteien unterstützt und an das
Gesundheitsministerium verwiesen. Eine Lösung könne es aber nur EU-weit
geben, meinte der Grüne Vertreter. Und eine Bürgerinitiative zur
Verbesserung der Haltung der Schweine erhielt nur die Unterstützung der
Opposition. Es wurde an das Gesundheits- und das Landwirtschaftsressort
verwiesen und kam am 11. Juni zurück in den Petitionsausschuss.
Anlässlich der Behandlung des Themas im Parlament hielten
TierrechtlerInnen auf der Parlamentsrampe eine Kundgebung für Schweine ab.

Cobra erschießt Hund
Im Fall einer vermissten Person überfielen 20 Cobra-BeamtInnen am 11.
Mai ein Schlafzimmer. Der dortige Hund stellte sich in Notwehr den
PolizistInnen entgegen und wurde mit 15 Schüssen aus einer Pumpgun und
einem Sturmgewehr zerfetzt. Der überfallene Mann war, wie sich Tage
später herausstellte, völlig unschuldig.

Vier Pfoten gewinnt Klage des Geflügelschlachthofs Titz
Im November 2008 hatte die Tierschutzorganisation eine Treibjagd auf
Zuchtfasane am Gelände der Firma Titz Geflügelschlachthof gestört und
letztendlich verhindert. Aufgrund des Webberichts darüber klagte Titz
auf Unterlassung und Widerruf. Diese Klage wurde jetzt vom
Handelsgericht Wien abgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass die
Fasane gesetzwidriger Weise maximal 2 Tage vor der Jagd ausgesetzt
worden waren.

Deklarationspflicht Kaninchenfleisch in der Schweiz
Die Schweizer Regierung hat am 11. Mai entschieden, dass
Kaninchenfleisch aus konventioneller Käfighaltung ab dem 1.1.2012 als
«aus in der Schweiz nicht zugelassener Haltungsform» deklariert werden
müsse.

Vorankündigungen

  • Heute Freitag, ab 13 Uhr und morgen Samstag ab 10 Uhr Kleider Bauer
  • Demos auf der Wiener Mariahilferstraße 111
  • Siehe www.tierschutzprozess.at für Infos zum Prozess
  • Siehe www.martinballuch.com für Kommentare des Hauptangeklagten
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